Trailer zu ”Der Stern von Indien”

Der Stern von Indien

Wenn ein Land zerbricht und religiöse Konflikte außer Kontrolle geraten: Hugh Bonneville und „Akte X“-Star Gillian Anderson in einem anspielungsreichen Film über das Ende der britischen Kolonialherrschaft im Indien der 1940er-Jahre
Ein Blick zurück in die Zeiten des britischen Ko­lonialismus: Das Historiendrama von Gurinder Chadha („Kick It Like Beckham“) spielt an der Schwelle vom Wechsel des Indischen Subkontinents in die Unabhängigkeit und erzählt von den Spannungen zwischen Hindus, Sikhs und Muslimen. Hugh Bonneville aus „Downton Abbey“ verkörpert den Lord Mountbatten, der 1947 mit seiner Frau Edwina (Gillian Anderson) im Auftrag der Krone nach Delhi kommt, um den Übergang möglichst geräuschlos zu vollziehen. Doch die religiösen Konflikte eskalieren, und eine Teilung Indiens wird unvermeidlich. Für Regisseurin Gurinder Chadha ist der Film eine sehr persönliche Vergangenheitsbewältigung: Ihre Großeltern wurden zum Opfer der Separationsbewegung, die millionenfache Flüchtlingsströme verur-sachte. Der Film wirkt manchmal etwas zu plakativ und schulmeisterlich, ist aber gleichwohl gespickt mit durchaus gegenwartsbezogenen Anspielungen, die von Flüchtlingslagern bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen im Nahen Osten reichen. „Der Stern von Indien“ ist ein Film, der die Frage stellt, ob wir dazu verdammt sind, die politischen Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Er kommt zu keinem besonders optimistischen Ergebnis.

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