Trailer zu ”Deadpool 2”

Deadpool 2

Zwei Jahre nach seinem ersten Leinwandauftritt lernt der sarkastische Söldner aus dem X-Men-Universum, wie man zum echten Helden wird
Mit spektakulären Erfolgen an den Kinokassen und einem weltweiten Einspielergebnis von 783 Millionen Dollar gehörte „Deadpool“ zu den großen Abräumern des Kinojahres 2016 und hängte als erfolgreichster „X-Men“-Film aller Zeiten „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ (2014) und „Logan“ (2017) ab. Schnell war klar: Deadpool darf sich noch einmal beweisen. Und natürlich lässt es sich Ryan Reynolds nicht nehmen, auch im Sequel in den roten Anzug zu schlüpfen. Einen Wechsel gab es allerdings an anderer Stelle: Statt Tim Miller hat dieses Mal der „Atomic Blonde“-Regisseur David Leitch auf dem Regiestuhl Platz genommen und stellt sein Talent für die Inszenierung knallharter und blutiger Actionszenen unter Beweis. Zwei Jahre sind seit seinem ersten Abenteuer vergangen und Wade Wilson nutzt seine Superkräfte, um als Deadpool ganze Banden von bösen Jungs auszuschalten. Als er allerdings auf den Zeitreisenden Cable (Josh Brolin) trifft, der es auf den Teenie-Mutanten Russell abgesehen hat, stößt der beliebte Antiheld an seine Grenzen. Gegen die Übermacht des Unbekannten aus der Zukunft kann er allein nicht bestehen. Um den Jungen zu schützen, wird er zum „X-Men“-Azubi und gründet kurzerhand die Superheldentruppe X-Force. Mit dabei ist auch die taffe Mutantin Domino, gespielt von „Atlanta“-Darstellerin Zazie Beetz, die im wahrsten Sinne des Wortes vom Glück verfolgt wird. Schon bald wird dem Team allerdings klar, dass die eigentliche Gefahr von ganz anderer Seite lauert. Wie sein Vorgänger begeistert auch das Sequel mit derben Sprüchen, fantastischen Cameos, unerwarteten Twists an jeder Ecke und grandiosen Anspielungen auf andere Comics und Popkultur. Da wird auch Josh Brolin nicht verschont, der aktuell zweigleisig im Marvel-Universum unterwegs ist. Als Thanos macht er in „Avengers: Infinity War“ auch Iron Man, Captain America und Co. das Leben schwer. Und natürlich dürfen auch die liebevollen Spitzen gegen Deadpools Lieblingsopfer Wolverine nicht fehlen. Ryan Reynolds, der hier nicht nur die Hauptrolle übernimmt, sondern auch am Drehbuch beteiligt war, zeigt erneut, dass die Rolle des meuchelnden Großmauls wie für ihn gemacht ist. Die Überraschung des Sequels: Es bleibt auch mal Zeit für ernste Töne und emotionale Momente. So durchläuft Deadpool die klassische Superheldengeschichte und wird mit herben Rückschlägen konfrontiert. Am Ende ist es aber wieder einmal der Hau-drauf-Humor und eine geballte Ladung Selbstironie, die den Film zu einem gewaltigen Kinovergnügen machen. Und wie bei allen Marvelfilmen gilt: Wer bis zum Ende des Abspanns sitzen bleibt, wird mit den lustigsten Szenen des Films belohnt.

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