Trailer zu ”Das letzte Land”

Das letzte Land

Das klaustrophobische Weltraum-Kammerspiel beweist: Sci-Fi-Abenteuer brauchen kein Millionenbudget
Auf einem unwirtlichen Planeten stößt der aus der Haft entflohene Adem (Torben Föllmer) auf ein verlassenes Raumschiff. Kurz darauf wird er von Novak (Milan Pesl) gestellt, der ihn zurück ins Gefängnis bringen soll. Als der Verfolger erkennt, dass das Raumschiff noch flugtauglich ist, beschließt er kurzerhand, sich mit Adem ins All abzusetzen, um nach einer neuen Heimat zu suchen. Rund 14 000 Euro konnten die Macher des Films via Crowdfunding zusammensammeln, insgesamt standen ihnen etwa 20 000 Euro zur Verfügung. Das knappe Budget merkt man dem Sci-Fi-Werk allerdings kaum an. Der Debütfilm von Marcel Barion überzeugt nicht nur mit seinen handgemachten Sets, Modellen und Ef­fekten. Trotz des futuristischen Settings funktioniert auch das Kammerspiel als Parabel auf zeitlose Themen wie Selbstfindung, die Flucht vor der Monotonie und das Streben nach Glück gut. Bis auf leichte Längen im zweiten Akt meistert der Film seine schwierige Thematik dank stringenter Erzählung problemlos. Die emotionale Basis bildet dabei das hervorragende Spiel der beiden Hauptdarsteller, die bis dato vornehmlich im Theater aufgetreten sind.

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