Trailer zu ”Crawl”

Crawl

Zusammen mit ihrem Vater gerät eine junge Frau auf die Speisekarte von hungrigen Alligatoren. Von Alexandre Aja („High Tension“)
Ein heftiger Sturm zieht an der Küste von Florida auf. Die Bewohner werden evakuiert. Haley (Kaya Scodelario) kann ihren Vater nicht erreichen und begibt sich aller Warnung zum Trotz auf die Suche. Als sie ihn schließlich bewusstlos und verletzt im Keller ihres Elternhauses findet, wird sie von einem Alligator angegriffen. In letzter Sekunde können sich Vater und Tochter hinter Rohren retten. Doch das Wasser steigt, und die Fressmaschine hat noch ein paar ihrer Artgenossen mitgebracht. Mit seinem brutalen Debütfilm „High Tension“ katapultierte sich Alexandre Aja 2003 in die A-Liga der Horrorfilm-Regisseure. Nach dem furiosen Remake von Wes Cravens „The Hills Have Eyes“ und dem ­satirischen Splatterspaß „Piranha 3D“ verblasste der Stern des Franzosen allerdings ein wenig. „Crawl“ ist zwar noch nicht die Rückkehr zu früheren Großtaten, aber durchaus ein effektiver Tierhorrorthriller. Die Vater-Tochter-Geschichte mag vielleicht arg vorhersehbar sein. Ihren Zweck, die Figuren nicht zu bloßem Alligator-Futter verkommen zu lassen, erfüllt sie dennoch. Der eigentliche Reiz von „Crawl“ liegt ohnehin in seiner Atmosphäre und der körperlichen Wucht. Die brutalen Spitzen sind Aja-typisch gut gesetzt, und die Spannung ist nahezu unerträglich — „Der weiße Hai“ lässt grüßen. Dabei liefert der Film halsbrecherische Action, ohne den Bogen der Glaubwürdigkeit zu überspannen. So viel Ernsthaftigkeit hat es in diesem Subgenre schon lange nicht mehr gegeben.

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