Trailer zu ”Colette – Eine Frau schreibt Geschichte”

Colette – Eine Frau schreibt Geschichte

Keira Knightley spielt die berühmte Autorin, die gegen gesellschaftliche Konventionen verstieß
Die Älteren werden sich vielleicht erinnern. Vor 27 Jahren wurde die bahnbrechende Geschichte der Schriftstellerin und Varietékünstlerin Sidonie-Gabrielle Claudine Colette schon einmal verfilmt – mit Mathilda May und Klaus Maria Brandauer in den Hauptrollen („Colette“, Regie: Danny Huston). Wash Westmoreland („Still Alice“) bringt ihre von literarischem Ruhm und Skandalen geprägte Karriere im Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts nun erneut ins Kino – und er hat den in jeder Hinsicht besseren Film gedreht. 1892 folgt die in einem Dorf in Burgund aufgewachsene Colette (Keira Knightley) dem Verleger Henry Gauthier-Villars (Do­minic West), der seine von Ghostwritern geschriebe­nen Romane unter dem Pseudonym „Willy“ veröffentlicht, nach Paris. Die 19-Jährige ist sich sicher, dass sie an seiner Seite glücklich wird, doch in den mondänen Salons der Pariser Gesellschaft fühlt sie sich fehl am Platz, auch leidet sie unter den zahlreichen Affären ihres Mannes. Drei Jahre später ermuntert der in finanziellen Nöten steckende Schwerenöter seine Frau, für ihn zu schreiben. Ihre halb bio­grafischen Kindheitserinnerungen „Claudine erwacht“ werden zur literarischen Sensation, in schneller Folge verfasst sie mehrere Fortsetzungen. Als sich Colette in die Aristokratin Mathilde de Morny verliebt, beginnt sie, gegen ihren Mann zu rebellieren. Westmoreland und sein 2015 verstorbener Drehbuchpartner Richard Glatzer entwerfen das vielschichtige Bild einer erstaunlich modernen Frau, die gesellschaftliche Konven­tionen und traditionelle Geschlechterrollen infrage stellte. Ihr Film ist ein in üppigen Dekors schwelgendes Fest für alle, die Kostümdramen lieben.

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