Trailer zu ”Call Me by Your Name”

Call Me by Your Name

Zwei Liebende suchen den Moment absoluter Erfüllung. Nach seinem unterschätzten Meisterwerk „I Am Love“ hat der Italiener Luca Guadagnino einen Roman von André Aciman verfilmt.
Der 17-jährige Elio (Timothée Chalamet) verbringt den Sommer in der norditalienischen Villa seiner Eltern. Wenn er nicht gerade Klavier spielt, Bücher liest oder im Fluss badet, dann flirtet er mit der etwa gleichaltrigen Marzia. Nur beiläufig interessiert er sich für den 24-jähri­gen Harvard-Absolventen Oliver (Armie Hammer), der bei seinem Vater (Michael Stuhlbarg) ein ­archäologisches Praktikum absolviert. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto stärker spürt Elio, wie sehr er sich zu dem Amerikaner hingezogen fühlt. Mit bemerkenswerter Ungezwungenheit beschreibt Luca Guadagnino das flüchtige Glück und den anhaltenden Schmerz einer sommerlichen Romanze. Die Macht des Begehrens ist ein Thema, das den italienischen Regisseur bereits in seinen früheren Filmen beschäftigt hat. Doch so zerstörerisch wie in „I Am Love“ oder „A ­Bigger Splash“ ist das Verlangen diesmal nicht. Die Romanver­filmung „Call Me By Your Name“ erzählt mit großer Empfindsamkeit von den ­Ängsten und der Unsicherheit eines 17-Jährigen, der nicht weiß, wo ihn die Liebe hinführt. Die Trägheit des Sommers spiegelt sich auch in der Inszenierung wider. Guadagnino nimmt sich viel Zeit, um die aufkeimenden Gefühle zwischen Elio und Oliver in sonnendurchfluteten Bildern einzufangen. Doch am Ende wird der Zuschauer reich belohnt. Mit einem intimen, zu Herzen gehenden Gespräch zwischen Vater und Sohn und einem Schlussbild, das in seiner Verletzlichkeit zu Tränen rührt.

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