Trailer zu ”Burning”

Burning

Ein Träumer verliebt sich in eine ehemalige Mitschülerin. Als ein zweiter Mann auftaucht, entspinnt sich ein mysteriöses Katz-und-Maus-Spiel
Wie ein koreanischer Gatsby, so wirkt Ben (Steven Yeun) auf Jong-su (Yoo Ah-in), geheimnisvoll und reich. Die beiden haben sich gerade erst kennengelernt, durch Jong-sus frühere Mitschülerin Hae-mi (Jun Jong-seo), die er nach dem Studium zufällig wiederge­troffen hatte. Kurz darauf war sie nach Afrika gereist, jetzt wartet Jong-su am Flughafen sehnsüchtig auf ihre Rückkehr. Doch Hae-mi ist nicht allein. Während der Reise hat sie die Bekanntschaft des wohlhabenden Ben gemacht, der nun nicht mehr von ihrer Seite weicht. Aus Jong-sus Missfallen wird mit der Zeit Misstrauen. Zu Recht? Denn plötzlich ist die junge Frau spurlos verschwunden. Mit 148 Minuten ist das Mysterydrama des südkoreanischen Regisseurs Lee Chang-dong („Oasis“) nicht gerade kurz – aber auch keine Minute zu lang. Zu viel steckt in den natura­­listischen Bildern, die in manchen Momenten eine extreme poetische Kraft entfalten: Aus ­einer tragischen Liebesgeschichte entwickelt sich ein obsessiver Suspense-Thriller, immer eingebettet in die Betrachtung der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse – zwischen Mann und Frau, Tradition und Moderne und den Milieus. Am Ende erwächst in „Burning“ aus dem unter­schwelligen Klassenkampf eine mysteriöse, mitreißende Dreiecksgeschichte, die sich neben dem Verlangen vor allem um die menschliche Existenz, ihren Sinn und die Angst vor der Ausweglosigkeit dreht.

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