Blackbird – Eine Familiengeschichte

Kammerspiel mit Susan Sarandon („Igby“) als todgeweihter Frau, die ihre Familie ein letztes Mal um sich versammelt
Zusammen mit ihrem Ehemann Paul (Sam Neill) lädt Lily (Susan Sarandon) die Familie zu einem gemeinsamen Wochenende in ihr Haus an Englands Küste ein. Mit dabei: Lilys beste Freundin Liz (Lindsay Duncan), ihre Töchter, die angepasste Jennifer (Kate Winslet) plus Ehemann (Rainn Wilson) und Sohn (Anson Boon) sowie die vom Leben ­überforderte Anna (Mia Wasikowska) mit ihrer Freundin (Bex Taylor-Klaus). Zu sagen haben sie sich alle zu Beginn kaum etwas. Bis Lily die Bombe platzen lässt: Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit und wird sich, wenn ­übermorgen alle gehen, von Paul Sterbehilfe geben lassen. Aber zuvor will sie ein letztes Mal mit ihren Liebsten Weihnachten feiern. Eine Enthüllung, die eine emotionale Ketten­reaktion auslöst. Roger Michell („Notting Hill“) hat das Remake des Bille-August-Films „Silent Heart – Mein Leben gehört mir“ (2014) mit langen, ungeschnittenen Dialogen und in Einstellungen verfilmt, in denen das Augenmerk nicht nur auf die Hauptfiguren, sondern auch auf scheinbar unbedeutende Details gelenkt wird. Besonders gelungen: Die Darsteller ergänzen sich perfekt, niemand drängt sich auf, wodurch die Geschichte schauspielerisch ihre Balance behält.

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