Trailer zu ”Ben Is Back”

Ben Is Back

Eine Mutter will den Sohn vor der Drogensucht retten – und wird dabei mit seiner Vergangenheit konfrontiert
Weihnachten ist für die meisten Menschen das Fest der Familie. So auch für Holly Burns (Julia Roberts). Die diesjährigen Feiertage sollen für sie und ihre Lieben allerdings zur emotionalen Achterbahnfahrt werden, denn Hollys drogensüchtiger Sohn Ben (Lucas Hedges) stattet den Burnses an Heiligabend einen überraschenden Besuch ab. Der Anblick ihres scheinbar genesenden Sohns stimmt die vierfache Mutter optimistisch, und so gewährt sie ihm entgegen dem Rat ihres Ehemanns Neal (Courtney B. Vance) und ihrer Tochter Ivy (Kathryn Newton) gemeinsame Stunden. Es dauert jedoch nicht lange, bis diese herbeigesehnte Harmonie der harten Realität weichen muss und die dramatische Vergangenheit des 19-Jährigen die Familie einholt. Die Verführung wartet an jeder Ecke, und frühere Drogenbekannte haben mit Ben noch eine Rechnung offen. Auch Holly, die ihren Sohn auf Schritt und Tritt begleitet und ihm all die Unterstützung gibt, die sie aufbringen kann, muss mit Schrecken feststellen, dass ihr Sohn nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Und dass es Dinge gibt, vor denen selbst eine Mutter ihren Sohn nicht schützen kann. Drehbuchautor und Regisseur Peter Hedges („Das wundersame Leben von Timothy Green“) wählt ein sensibles Thema, das fast zeitgleich auch von Felix van Groeningen in seinem Drama „Beautiful Boy“ (Kinostart: 24. Januar, Kritik im nächsten Heft) auf­gegriffen wird. Mit größtem Feingefühl ­erzählt „Ben Is Back“ von der unendlichen Liebe einer Mutter, die erkennt, dass diese allein niemanden retten kann. Mit seinem Sohn Lucas Hedges, der bereits in dem mit zwei Oscars prämierten Drama „Manchester by the Sea“ sein Talent für emotionale ­Rollen unter Beweis gestellt hat, setzt Peter Hedges auf familiäre Rückendeckung. Während der 21-Jährige die innere Zerrissenheit seiner Figur zwischen Drogensucht und der Suche nach menschlicher Nähe auf umwerfende und einnehmende Art und Weise zum Ausdruck bringt, ist es am Ende wie so oft Julia Roberts („Erin Brockovich“), die den Zuschauer mit ihrer leidenschaftlichen Performance als willensstarke und aufopferungsvolle Frau in ihren Bann zieht.

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