Army of the Dead

17 Jahre nach „Dawn of the Dead“ lässt Zack Snyder wieder die Zombies los.
Dabei beweist er vor allem in den ersten fünfzehn Minuten die Energie, die seinen Erstling ausgezeichnet hat. In einer furiosen Montage erzählt der Film, wie es zu der Zombie-Apokalypse kam: die Flucht eines Superzombies aus einem Army-Convoy, die anschließende Zombifizierung von Las Vegas und die Abriegelung der Stadt mit einem Wall aus Schiffscontainern. Diesen Level an Kreativität erreicht der Film in den sage und schreibe 148 Minuten Lauflänge leider nie wieder. Die eigentliche Geschichte, in der Söldner Scott Ward (Dave Bautista) mit einer Elitetruppe (u. a. Matthias Schweighöfer als Panzerknacker) einen Tresor voller Geld leerräumen soll, ist dagegen relativ austauschbar. Aber auf Inhalte kommt es bei Snyder nur am Rande an. Seine Filme sind ein ganzheitliches Erlebnis mit bombastischen Bildern und spektakulärer Action. Und so spritzt das Blut und fliegen die Köpfe, als gäbe es kein Morgen – natürlich untermalt von einem coolen Soundtrack, an dessen Ende „Zombie“ steht. Ein Lied, mit dem die irische Band The Cranberries 1993 Gewalt anprangerte. Aber Fingerspitzengefühl und Subtilität waren nie Zack Snyders Stärke.

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