Trailer zu ”American Assassin”

American Assassin

Nachdem seine Freundin einem Attentat zum Opfer fiel, lässt sich ein junger Amerikaner von der CIA zum Killer ausbilden
Binnen weniger Sekunden wandelt sich der glücklichste Moment im Leben von Mitch Rapp (Dylan O’Brien) zu seinem schlimmsten Albtraum. Den ganz romantisch am Strand vorgetragenen Antrag hatte seine Freundin gerade mit Ja beantwortet, als bärtige Männer die umstehenden Urlauber mit ihren Kalaschnikows niedermähen. Selbst mehrfach von Kugeln getroffen, muss Rapp hilflos zusehen, wie die Liebe seines Lebens von den Salven zerrissen wird. Von Rachefantasien getrieben, lässt er sich viele Monate später von der CIA anheuern und zur gefühllosen Killermaschine ausbilden. „American Assassin“ basiert auf den Agentenromanen des amerikanischen Autors Vince Flynn (1966–2013), die auch in deutscher Sprache erhältlich sind. In insgesamt sechzehn Büchern erlebt CIA-Agent Rapp lebensgefährliche Abenteuer überall auf der Welt, was darauf schließen lässt, dass Hollywood ein neues Actionfranchise ähnlich der „Bourne“- und Bond-Reihe plant. Dafür spricht unter anderem, dass mit dem 26-jährigen „Maze Runner“-Star Dylan O’Brien ein vielversprechendes Nachwuchstalent mit zukunftsträchtigem Potenzial verpflichtet wurde. Von „Homeland“-Regisseur Michael ­Cuesta routiniert in Szene gesetzt bedient sich der Thriller inhaltlich und formal bekannter Muster und Motive wie zum Beispiel dem Geheimagenten, der sich von den eigenen Leuten verraten fühlt und deswegen finstere Rachepläne schmiedet. Erinnert irgendwie an den Plot des James-Bond-Abenteuers „Skyfall“, in dem sich Javier Bardem gegen die eigenen Leute stellt. Und das ist nicht der einzige Aspekt, der bei den Actionfans Assoziationen weckt. Dennoch gibt es keinen Grund zur Ent­täuschung, denn der Film liefert durchweg spannende Unterhaltung, die durch das überzeugende Spiel der Darsteller, allen voran Michael Keaton und Taylor Kitsch, noch erheblich befeuert wird. So kommt trotz seiner sitzfleischfordernden Laufzeit von knapp zwei Stunden zu keiner Zeit Langeweile auf.

DIESEN FILM WÄHLEN