Trailer zu ”25 km/h”

25 km/h

Zwei Brüder, zwei Mopeds, ein Ziel: Auf der Fahrt zur Ostsee kommen sich Georg und Christian nach Jahrzehnten der Entfremdung näher
Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, Lars Eidinger und Bjarne Mädel sind tatsächlich Geschwister, so ehrlich, wie sie als ungleiches Bruderpaar miteinander umgehen. Der eine, Christian (Eidinger), reist als Topmanager um die Welt, der andere, Georg (Mädel), arbeitet als Tischler in ihrem Schwarzwälder Heimatort und hat den kranken Vater bis in den Tod gepflegt. Nach 30 Jahren treffen sie sich auf dessen Beerdigung wieder – und starten gleich eine Klopperei am offenen Grab. Einige Stunden später düsen sie besoffen auf ihren Mopeds über den Marktplatz und beschließen, einen Jugendtraum endlich in die Tat umzusetzen: Kurzerhand machen sich die beiden auf den Weg nach Norden, um gemeinsam in die Ostsee zu pinkeln. Ihre Reise wird zu einem aberwitzigen Selbstfindungstrip. Das Meer sehen, noch mal jung sein, was erleben, sich vergessene Träume erfüllen, einfach mal alles anders machen und Lebensentscheidungen überdenken: Diese Ge­­schichte wurde schon oft erzählt, mit Vorliebe auch als Roadmovie. Trotzdem ist diese Variante der „Friendship!“-Macher Markus Gol­­ler (Regie) und Oliver Ziegenbalg (Buch) jede Leinwandminute wert. Die meisten Momente sind extrem lustig – manchmal albern, jedoch nie peinlich. Die familiäre Verbun­denheit der lebensnahen Haupt­figuren verleiht der Buddymovie-Story zudem eine tiefere Emotionalität. Und zwischen Sex, Drogen und Stepptanz haben selbst die erns­ten, schweren Augenblicke eine ge­­wisse Leichtigkeit. Da bekommt man direkt Lust, mit dem eige­nen Bruder auf einen Roadtrip zu gehen, um das Bonanzarad-­­Trauma aufzuarbeiten.

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